Meine Küche ist zu klein!

(Artikel enthält unbeauftragte Werbung)

Dieser Spruch hing fast 4 Jahre in meiner Küche, oder das, was andere so bezeichnen. Ich koche wirklich leidenschaftlich gerne, kann dabei super abschalten und entspannen. Aber wenn ich kaum Platz habe, um meine Schüsseln abzustellen oder mir ständig an den Oberschränken den Kopf stoße, dann werde ich schnell so richtig sauer und sage immer wieder:

„ICH KOCHE NIE WIEDER!“

Anbauen wäre die Lösung, aber wir wohnen zur Miete. Komplett neue Küche wäre auch super, aber das ist uns zu teuer.

 



Projekt Küche startet

Und genau dann passiert etwas in meinem Kopf, was ich so liebe. Ich beginne zu phantasieren und male mir im Kopf ganz viele Skizzen, wie es aussehen könnte. Meistens im Urlaub, denn da komme ich so schön runter und muss nicht dauernd an die Arbeit denken. Projekt Küche konnte also starten und die Pläne aus meinem Kopf wollten umgesetzt werden.

Ich weiß ja nicht, wie es euch so geht, aber wenn ich mir etwas vorgenommen habe, dann will ich es auch ganz schnell umsetzen. Was sich ein bisschen schwierig gestaltet, wenn man Samstagabend aus dem Urlaub zurückkommt. Materialien fehlen, Krach kann man auch nicht mehr machen und, ach ja, da wartet ja auch noch der Berg Wäsche aus dem Urlaub. Zum Glück habe ich den verständnisvollsten aller Männer (inzwischen wundern ihn meine spontanen Aktionen kein bisschen mehr), er hält mir den Rücken frei und lässt mich am Sonntagmorgen unser Haus in ein kleines Schlachtfeld verwandeln. Denn ja, erst mal muss die Küche ausgeräumt werden und auch wenn sie so klein ist, genug Krimskrams ist da schon drin. Aber dank Lieferservice muss da erst mal keiner kochen.


Die Veränderung

So, aber nun genug drum herum geredet, jetzt wird gewerkelt. Die Oberschränke über Spüle und Herd kamen weg, um da mehr Freiraum zu haben. Durch die dunkle Farbe wirkt der Bereich nun auch viel größer. Ich gaukle mir also selbst mehr Platz vor. Der Oberschrank neben dem Kühlschrank wurde tiefer gesetzt und darüber einer der abgenommenen Schränke platziert. Netter Nebeneffekt, die Decke wirkt höher. Im oberen Schrank habe ich Dinge platziert, die ich nur selten brauche.

Bei der dunklen Wandfarbe war ich mir total sicher, weil diese auch schon im Essbereich vorkommt. Beim gelb nicht so. Ich hatte aber gerade so einen tollen Sessel in Senfgelb bekommen und genau diese Farbe wollte ich in der Küche. Kleiner Tipp, von "Schöner Wohnen" gibt es für die Standartfarben kleine Probetöpfchen. Die kosten nicht viel und man kann so alle Wunschfarben auf einer kleinen Fläche anbringen um zu schauen, welche am besten wirkt. Und der Familienrat hat einstimmig für gelb gestimmt. Ein klein wenig abgetönt ist der Gelbton jetzt der Farbtupfer in der Küche.


 Vor der Umgestaltung hingen Scheren und Co an einer Wandschiene. Nachteil war, dass die Wand dahinter sehr schnell abnutzte. Wie gut, dass ich in einer Metallbaufirma arbeite und im Schrottcontainer dieser alte Gitterost lag. Danke Chef. Passt perfekt an die Wand über dem Herd und sieht auch noch toll aus.

Bring Licht ins Dunkel

Bei der Beleuchtung wusste ich von Anfang an, es sollen schlichte Textilkabel mit Fassung sein. Ich hatte erst Angst, dass es zu dunkel wird. Aber das Licht der Glühlampen ist hell genug und wirkt trotzdem warm. Durch die einfache Beleuchtung habe ich die Schlichtheit erhalten, die ich für die Küche wollte. Trotzdem wirkt es gemütlich.

 

Zu guter Letzt musste ich noch meine Öle und Gewürze unterbringen, die im Oberschrank über dem Herd waren. Aus einer alten Bilderleiste von Ikea, Rundhölzern, Kiefernbrett und 4 Rollen habe ich mir einen schmalen Auszug gebaut (ein Apothekerschrank in mini). In der Ecke hatte ich immer ungenutzten Platz von ca. 12 cm. Also habe ich den linken Unterschrank in die Ecke geschoben und den Auszug zwischen die beiden Schränke platziert. Jetzt die Küche noch schön geputzt und dekoriert und voila, ich bin glücklich.


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